Der 3D-Druck von Zirkonoxidkronen zeigt ebenso vielversprechende Entwicklungssprünge wie die KI-Bildgenerierung (s. Abbildung); das Potenzial beider Technologien ist offensichtlich.

DELABO-Wissen: 3D-Drucken von Zirkonoxid?

3D-Druck von Zirkonoxid

Habt Ihr Euch mal gefragt, wie der 3D-Druck von Zirkonoxid funktioniert und was das für die Zahntechnik bedeutet?

  • Technische Umsetzung: Der 3D-Druck von Zirkonoxid basiert auf bekannten 3D-Drucktechnologien. Anstelle von Resin wird ein Schlicker aus Zirkonoxid-Partikeln und photosensitivem Harz gedruckt und selektiv belichtet. Danach wird das Werkstück entbindert und gesintert.
  • Verfügbarkeit: Erste Studien (Kurzzeitstudien) zeigen vielversprechende Ergebnisse. Obwohl das Drucken von Zirkonoxid technisch machbar ist, sind die Verfahren aus wirtschaftlicher Sicht noch nicht ausgereift. Ein Faktor ist die lange Entbinderungszeit (Ausbrennen der organischen Binder), die den Herstellungsprozess zeitaufwendig macht.

 

Aber warum ist das Thema dann so interessant? Der 3D-Druck ermöglicht die Herstellung komplexer geometrischer Strukturen. Im Gegensatz zum CAD/CAM-Fräsen, bei dem die Geometrie begrenzt ist, können mit dem 3D-Druck schwierigste Geometrien ohne Fräserradiuskorrektur hergestellt werden. Und wie cool ist zum Beispiel die Idee, verschiedene Arten von Zirkonoxid in einer Restauration zu kombinieren, unterschiedliche Festigkeiten, Transluzenzen und Farben in einem Gerüst …? Ihr seht, die Entwicklung ist spannend.

Es gibt noch viele offene Fragen, wie z. B. auch ein eventuell höherer Plaque-Index (Oberflächentextur), aber die Tendenz ist klar. Der 3D-Druck wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Literatur-Tipp:
Review-Studie: Alghauli M, Alqutaibi A, Wille S, Kern M. 3D-printed versus conventionally milled zirconia for dental clinical applications: Trueness, precision, accuracy, biological and esthetic aspects, J Dent. 2024

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